Ein Durchgang, quer bespannt. Hindurch, ohne etwas zu berühren. Und wer hängen bleibt, fängt einfach neu an.
In eurer Schatzsuche heißt es vielleicht anders.
Diese Seite erklärt den Aufbau. Wie das Netz in eurer Geschichte genannt wird, in welchem Durchgang es hängt und was dahinter wartet, steht in eurer App.
Was ihr braucht
Breites KrepppapierKrepppapier und sonst nichts: keine Wolle, keine Schnur, keine dünnen Fäden. Krepppapier reißt von selbst, wenn ein Kind hängen bleibt, und genau das ist der Sinn. Ihr braucht sieben bis neun breite Streifen, also etwa zehn Meter.Passt dafür: Krepppapier-Rollen, 8 × 4,5 cm × 25 m. breite Bänder, die von selbst reißen. Und 200 Meter reichen für mehrere Feste
MalerkreppKlebt auf Zarge, Tapete und lackiertem Holz und geht rückstandslos wieder ab. Paketband und Gewebeband reißen Farbe mit. Die Stelle sieht man hinterher. Alle Enden nur mit Malerkrepp, damit sie im Zweifel nachgeben.Passt dafür: tesa Malerband Perfect+, 50 m × 30 mm. die Perfect+-Reihe ist ausdrücklich für empfindliche Untergründe gemacht und geht auch nach Tagen rückstandslos ab
Kleine Glöckchen, freiwilligIns Netz gehängt hört man das Hängenbleiben, statt es bewerten zu müssen. Das macht aus einer Prüfung ein Geräusch. Und Kinder mögen das lieber.Passt dafür: Glöckchen zum Basteln, 22 mm, 24 Stück. 22 mm, groß genug, dass man sie hört, wenn ein Ärmel das Netz nur streift
Vieles davon liegt in vielen Haushalten. Nachsehen lohnt sich, bevor ihr etwas bestellt.
So baut ihr es
Eine große Lücke auf Kinderhöhe, unter Kniehöhe nichts mehr, geklebt wird nur auf die Zarge.
Den Türrahmen wählen, das ist der Regelfall
Eine normale Zimmertür oder eine schmale Flurstelle: zwei feste Kanten in immer gleichem Abstand, und die Zarge nimmt Malerkrepp. Der Boden davor und dahinter bleibt frei.
Und einmal an die Tür selbst denken. Ein Türblatt schwingt durch genau die Fläche, in der das Netz hängt. Also entweder die Tür vorher weit öffnen und feststellen (Türstopper, Haken, ein schwerer Gegenstand), sodass sie flach an der Wand liegt. Oder, wenn sie ins Zimmer hinein aufgeht, das Netz außen auf die Zarge kleben: dann lässt sich die Tür hinter dem Netz öffnen, ohne es zu berühren. Einmal öffnen und schließen, bevor die Kinder kommen.
Von unten nach oben spannen
Die unterste Schnur beginnt etwa auf Kniehöhe. Darunter kommt nichts mehr, sonst stolpert jemand. Dann kreuz und quer nach oben, sechs bis acht Schnüre reichen völlig.
Eine große Lücke frei lassen
Etwa auf Hüfthöhe der Kinder bleibt ein Loch, durch das ein Kind bequem passt. Ohne diese Lücke ist die Aufgabe nicht schwer, sondern unlösbar. Und das merkt man erst mitten im Fest.
Einmal selbst hindurchgehen
Wenn ihr durchkommt, kommen die Kinder erst recht durch. Wenn ihr euch bücken müsst, bis es zwickt, nehmt eine Schnur wieder heraus.
Wenn der Durchgang frei bleiben muss
Manchmal gehört die Tür zur Geschichte. Sie wird gesucht, geöffnet, oder das Zimmer soll bis dahin zu bleiben. Dann steht das Netz frei im Raum, etwa einen Meter hinter der Tür. Das geht, ändert aber drei Dinge:
Nur breites Krepppapier. Keine Wolle, keine Schnur, kein dünner Faden. Im Türrahmen hängt jede Bahn für sich an der Zarge; frei im Raum spannt sie zwischen zwei Punkten und liegt auf Kinderkopfhöhe. Breites Krepp reißt an genau dieser Stelle, ein Faden zieht.
Zwei Punkte, die von sich aus schwer sind. Bettgestell, Kommode, Heizungsrohr, Türklinke plus Regal. Keine Stühle. Eine Lehne ist genau der Punkt, an dem sich ein Kind abstützt, und zwei Stühle wandern aufeinander zu, sobald etwas gespannt wird. Wenn es Stühle sein müssen: Rücken an die Wand und den Sitz beschweren.
Keine geschlossenen Schlaufen, und alle Enden nur mit Malerkrepp. So gibt jede Bahn nach, wenn jemand hängen bleibt, statt zu halten. Kein Streifen läuft straff auf Hals- oder Gesichtshöhe.
Die Lücken entstehen hier von selbst, weil die Streifen in verschiedenen Höhen und Winkeln liegen: darüber steigen, darunter ducken, seitlich hindurch. Auch diese Lage geht ein Erwachsener einmal langsam selbst durch.
Wie man klebt, damit es hält
Die Schnur liegt zwischen zwei Streifen, nicht auf dem Lack.
Ein Streifen Malerkrepp auf die Zarge, die Schnur locker darauflegen, ein zweiter Streifen darüber. So hält es den ganzen Nachmittag, lässt sich aber mit einem Zug abnehmen. Und die Schnur ist nachher noch zu gebrauchen.
Wie gespielt wird, in einem Satz:
Ein Kind nach dem anderen geht hindurch, ohne eine Schnur zu berühren. Wer berührt, geht zurück und probiert es noch einmal. Es gibt keine Zeit und keine Wertung. Fertig ist es, wenn alle einmal durch sind.
Für kleinere Kinder einfach eine Schnur weniger. Das ist die ganze Anpassung, die es braucht.
Wenn es klemmt
Das Klebeband löst sich. Fast immer sitzt es auf Tapete oder auf Staub. Die Stelle einmal trocken abwischen und den Streifen auf die lackierte Zarge kleben, nicht auf die Wand daneben.
Ein Kind kommt nicht durch. Eine Schnur herausnehmen, statt die Regel zu lockern. Ein Netz, das alle schaffen, ist besser als eine Ausnahme für eines.
Eine Bahn ist zu straff. Straffes Papier reißt nicht sauber, sondern zieht am Klebepunkt. Lieber locker hängen lassen. Ein Netz darf durchhängen, es soll ja nachgeben.
Das Netz hängt schief oder wird enger. Es hängt an etwas, das nachgibt, fast immer an Stühlen. Ein fester, schwerer Punkt löst das; nachspannen löst es nicht.
Alle wollen gleichzeitig. Das Netz verträgt nur ein Kind. Die anderen bekommen eine Aufgabe: mitzählen, ob eine Schnur wackelt, oder die Glöckchen hören.
Sicherheit. Das Wichtigste, kurz: es wird gegangen, nicht gerannt oder gesprungen, unter Kniehöhe verläuft keine Schnur, und der Boden davor und dahinter bleibt frei.