Aufbau · Prinzip

Das Spinnennetz

Ein Durchgang, quer bespannt. Hindurch, ohne etwas zu berühren. Und wer hängen bleibt, fängt einfach neu an.

In eurer Schatzsuche heißt es vielleicht anders. Diese Seite erklärt den Aufbau. Wie das Netz in eurer Geschichte genannt wird, in welchem Durchgang es hängt und was dahinter wartet, steht in eurer App.

Was ihr braucht

Vieles davon liegt in vielen Haushalten. Nachsehen lohnt sich, bevor ihr etwas bestellt.

So baut ihr es

eine große Lückeauf Hüfthöhe der Kinderkniehochdarunter keine SchnurMalerkreppnur auf die Zarge
Eine große Lücke auf Kinderhöhe, unter Kniehöhe nichts mehr, geklebt wird nur auf die Zarge.
  1. Den Türrahmen wählen, das ist der Regelfall

    Eine normale Zimmertür oder eine schmale Flurstelle: zwei feste Kanten in immer gleichem Abstand, und die Zarge nimmt Malerkrepp. Der Boden davor und dahinter bleibt frei.

    Und einmal an die Tür selbst denken. Ein Türblatt schwingt durch genau die Fläche, in der das Netz hängt. Also entweder die Tür vorher weit öffnen und feststellen (Türstopper, Haken, ein schwerer Gegenstand), sodass sie flach an der Wand liegt. Oder, wenn sie ins Zimmer hinein aufgeht, das Netz außen auf die Zarge kleben: dann lässt sich die Tür hinter dem Netz öffnen, ohne es zu berühren. Einmal öffnen und schließen, bevor die Kinder kommen.

  2. Von unten nach oben spannen

    Die unterste Schnur beginnt etwa auf Kniehöhe. Darunter kommt nichts mehr, sonst stolpert jemand. Dann kreuz und quer nach oben, sechs bis acht Schnüre reichen völlig.

  3. Eine große Lücke frei lassen

    Etwa auf Hüfthöhe der Kinder bleibt ein Loch, durch das ein Kind bequem passt. Ohne diese Lücke ist die Aufgabe nicht schwer, sondern unlösbar. Und das merkt man erst mitten im Fest.

  4. Einmal selbst hindurchgehen

    Wenn ihr durchkommt, kommen die Kinder erst recht durch. Wenn ihr euch bücken müsst, bis es zwickt, nehmt eine Schnur wieder heraus.

Wenn der Durchgang frei bleiben muss

Manchmal gehört die Tür zur Geschichte. Sie wird gesucht, geöffnet, oder das Zimmer soll bis dahin zu bleiben. Dann steht das Netz frei im Raum, etwa einen Meter hinter der Tür. Das geht, ändert aber drei Dinge:

Die Lücken entstehen hier von selbst, weil die Streifen in verschiedenen Höhen und Winkeln liegen: darüber steigen, darunter ducken, seitlich hindurch. Auch diese Lage geht ein Erwachsener einmal langsam selbst durch.

Wie man klebt, damit es hält

1ein Streifen auf die Zarge2die Schnur locker darauflegen3zweiter Streifen darüber
Die Schnur liegt zwischen zwei Streifen, nicht auf dem Lack.

Ein Streifen Malerkrepp auf die Zarge, die Schnur locker darauflegen, ein zweiter Streifen darüber. So hält es den ganzen Nachmittag, lässt sich aber mit einem Zug abnehmen. Und die Schnur ist nachher noch zu gebrauchen.

Wie gespielt wird, in einem Satz:

Ein Kind nach dem anderen geht hindurch, ohne eine Schnur zu berühren. Wer berührt, geht zurück und probiert es noch einmal. Es gibt keine Zeit und keine Wertung. Fertig ist es, wenn alle einmal durch sind.

Für kleinere Kinder einfach eine Schnur weniger. Das ist die ganze Anpassung, die es braucht.

Wenn es klemmt

Sicherheit. Das Wichtigste, kurz: es wird gegangen, nicht gerannt oder gesprungen, unter Kniehöhe verläuft keine Schnur, und der Boden davor und dahinter bleibt frei.